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und

natur

Werkschau im Masterstudiengang
Creative Direction

Zwischen weltweiter Klimakrise und der Verantwortung des Einzelnen.

Die Wissenschaft war schon lange soweit, dann hat das Thema auch den öffentlichen Diskurs erreicht: Die Klimakrise und die ökologische Wende beschäftigen und fordern Politik, Wirtschaft, Unternehmen, Verbände und jeden Einzelnen von uns… oder sollten es tun.

Denn eine der größten Herausforderungen ist es, den Klimawandel zu begreifen, die Erderwärmung zu stoppen und die Natur und damit die Lebensgrundlage der Menschen zu bewahren. Dies bleibt die zentrale Aufgabe in allen gesellschaftlichen und beruflichen Feldern, hier braucht es mehr denn je kreative Denkhaltungen. Aufgefordert fühlen sich daher besonders Designerinnen und Designer, denn sie haben gelernt, Zukunft zu denken und Veränderungen zu gestalten.

Zu abstrakt? Dann mal ganz konkret.

Im vergangenen Jahr setzten sich die Studierenden aus allen Semestern des Masterstudiengangs Creative Direction mit den Spannungsfeldern, Wechselwirkungen und Beziehungen von Design und Natur auseinander.

Wir haben uns z.B. mit der Geschichte des Umweltschutzes beschäftigt und sind auf ein Zitat gestoßen: „Geschmacksbildung ist wichtiger als Naturschutz.“ (Sachs 1994) Stimmt das noch? Und was kann das heute für uns bedeuten? Eine Gruppe von Studierenden hat daraufhin das Team designhaltig gegründet und Expertinnen und Experten um Antworten zu diesen Fragen gebeten: Die virtuellen Ringvorlesungen im April und Mai 2020.

Australien ist weit weg. Aber Buschbrände dort betreffen uns alle. Wie kann man diese Erkenntnis vermitteln, ohne Ermahnungen und moralischen Zeigefinger? Durch einen spielerischen Ansatz: Australian fire memory – ein Spiel über Tatsachen und fake news.

Heimische Wildkräuter hingegen sind nah. Sie wachsen in Mengen, bleiben oft unbeachtet und sind doch in der Naturmedizin sehr gefragt. Eine Wiederentdeckung: Die Brennnessel als Klosterkraut und Gaumenfreude.

Oder im Sinne des fiktionalen Design der Blick in die Zukunft und zurück: Die Kurzgeschichte „Zweitausend Zweihundert Zwanzig“.

Oder ein Selbstversuch im digital distancing als in dieser Zeit besonders konträres Projekt: Think on paper.

Oder, oder, oder…

Mit der virtuellen Ausstellung design und natur zeigen wir einen kontrollierten Wildwuchs an wertvollen Ideen in Bildern, Filmen, Berichten und Geschichten: inhaltlich wie methodisch vielseitige Auseinandersetzungen mit einem ebenso relevanten wie reizvollen Thema.

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