Schaut genau hin.

Sind das nur normale Tätigkeiten einer Hausfrau? Oder steckt mehr dahinter?

Findet es heraus!

von Lisa Martin

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Geschichte von „The Seed“ spielt in einer dystopischen Zukunft und handelt von der Protagonistin Ava. Sie gehört zum Volke der sogenannten „Ländler“, welche tief im versteckten Wald leben und sich vor einiger Zeit von den zukunftsorientierten „Städtern“ abgewandt haben. Die Ländler sind sehr naturverbunden. Sie schätzen diese über alles und lernen von ihr, wie man heilt und überlebt. Über viele Jahre hinweg verankerte sich auch wieder der traditionelle Urglaube an Naturgeister.

Die Zeit der großen Wende, in welcher Ländler zu Ländlern wurden und Städter zu Städter, ereignete sich vor vielen Jahren. Damals gründete die staatliche Regierung einige Initiativen zum Thema „Schöner wohnen in der Stadt“. Diese wurden so attraktiv gestaltet, dass sie die Bevölkerung regelrecht in ihren Bann zogen. Die Städte gewannen schnell an Zuwachs, die ländlichen Regionen wirkten schon bald wie ausgestorben. Acker- und Landschaftsbau siedelten in unmittelbare Nähe der Stadt um. Schon bald darauf lohnte es sich nicht mehr für die Regierung, kleinere Städte und Dörfer in den Weiten des Landes zu unterstützen. Staatliche Anbindungen wurden gekappt, Förderungsgelder wurden gestrichen. Nur, wer in die mittlerweile so genannten „Masterstädte“ zog, konnte vom Schutz und der Unterstützung des Staates profitieren.

Einige Ländler konnten diese Entscheidung nicht nachvollziehen, geschweige denn akzeptieren. Sie versuchten unter lauten Protesten auf sich und die umweltfeindlichen Maßnahmen der Masterstädte aufmerksam zu machen. Dies blieb jedoch erfolglos. Mit konsequenter Gewalt wurden die Aufstände niedergeschlagen und brutal aufgelöst. Die Ländler flüchteten tiefer in den Wald, wo sie in Ruhe ein völlig abgetrenntes Parallelleben verfolgen konnten.

Doch die Stille hielt nicht lange an. Faule Ernten und vergiftetes Grundwasser zeigten schnell, mit welch industriellen und chemischen Stoffen in den Masterstädten hantiert wurde. Adam, furchtloser Bürger eines ländlichen Stammes, meldete sich freiwillig, um mit der städtischen Regierung zu verhandeln. Er verlangte umweltfreundliche Maßnahmen und ein besseres Verständnis für die Natur und die darin lebenden Naturvölker. Die Verhandlungen blieben jedoch erfolglos. Zu sehr waren die Städter in ihrer neuen Welt gefangen. Sie strebten einzig und allein nach Perfektion und Effizienz und ließen keinen Raum für Rücksicht oder gar Zufall.

Die Bewohner der Masterstädte wurden zunehmend kontrolliert und angetrieben, technische Innovationen so wirkungsvoll wie möglich nach vorne zu treiben. So dauerte es nicht lange, bis auch erste Versuche von Zeitreisen erfolgreich verliefen. Adam wurden all diese Dinge gezeigt, in der Hoffnung er würde sie verstehen und bewundern. Doch sein Verständnis blieb aus. Er sah vor seinem geistigen Auge, wie die Städter eines Tages an dem zwanghaften Perfektionismus zerbrechen würden. Und mit ihnen auch der Rest der Welt.

Geschockt von den Ereignissen kehrte er zu seinem Naturvolk zurück und berichtete ihnen von allen Vorgängen und Elementen, die er gesehen hatte. Ein neuer Plan musste her. Da es offenbar keinen Weg gab, die Städter zum jetzigen Zeitpunkt von einer anderen Lebenseinstellung zu überzeugen, war die einzige Möglichkeit, die Entwicklung von vornerein zu verhindern. Die Ländler mussten einen Weg finden, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Schließlich wurde die Idee geboren, die Menschen der Vergangenheit vor den destruktiven Folgen der Urbanisierung zu warnen. Mithilfe der entwickelten Zeitreisen in den Masterstädten sollten stückweise Informationen in Form von Manifesten in die Vergangenheit gesendet werden. Dazu bildete sich eine rebellische Einheit, die sich nach und nach in die Masterstädte einschlich. Ihr Ziel war es, in der Vergangenheit das naturverbundene Gedankengut zu pflanzen – „The Seed“.

Mit dieser Mission startet die filmische Handlung. Die junge Ava, eine geheime Anhängerin von „The Seed“, lebt nun seit mehreren Jahren in der Masterstadt Collon. Sie hat sich an das Leben der Städter angepasst, wird sich jedoch niemals an die strikten Regeln und kontrollierten Strukturen gewöhnen. Bäume werden hier eingezäunt, Pflanzen zurechtgestutzt – es gibt sogar Fernsehkanäle und Videos, die diese Gepflogenheiten lehren. Ava ist eine der zwölf Auserwählten, die die Manifeste in der Technology Unit „Time & Space“ einschmuggeln soll. Dazu hat sie bereits einen wertvollen Kontakt ausfindig machen können, welcher sie in die streng überwachte Forschungseinrichtung bringen soll: Elijah. Sie ist seit vielen Wochen mit ihm befreundet und versucht, durch verführerische Annäherungsversuche sein Vertrauen zu gewinnen. Eines Abends, nach Schichtende, bietet sich ihr die einmalige Gelegenheit, an Elijahs Security Pass heran zu kommen. Sie ergreift die Möglichkeit. Gerade, als sie versucht sich in der Einheit „Time & Space“ Zutritt zu verschaffen, wird sie entdeckt von der angriffslustigen Wärterin Juno. Diese erkennt schnell, dass es sich hierbei um einen versuchten Hinterhalt handelt, trotz der zahlreichen Ausreden Avas. Kurz bevor Juno den Sicherheitsdienst alarmiert, entdeckt Ava eine Verletzung, die sich Juno vor einiger Zeit am Bein zugezogen hat. Sie humpelt leicht und kann nicht mehr vollständig auftreten. Ava bietet ihr kurzerhand an, ihre Wunde mit einer speziellen Medizin zu heilen. Im Gegenzug muss Juno das ungeplante Treffen geheim halten. Diese willigt ein, gefrustet von der aussichtslosen staatlichen Behandlung und den unheilbaren Schmerzen.

Beide Frauen kehren in Ava’s Wohnung zurück. Dort führt sie die verletzte Wärterin in ihre versteckte „grüne Kammer“. In dieser hat Ava einen regelrechten Urwald gezüchtet mit unzähligen Pflanzen und wilden, bunten Blumen. Geblendet von der Schönheit der Natur lässt Juno alle Hemmungen fallen und gibt sich den pflanzlichen Heilkräften von Ava hin. Diese lindert erfolgreich die Schmerzen und schenkt ihrer neu gewonnenen Freundin ein paar Heilkräuter zur weiteren Behandlung. Sie beschließt Juno zu vertrauen und weiht sie in ihre Welt, ihren Glauben und ihre Mission ein. Diese entscheidet sich kurzerhand dazu der Ländlerin zu helfen.

In den darauffolgenden Tagen schmieden sie einen Plan, um Ava’s Mission durchführen zu können. Am großen Tag der Umsetzung passiert jedoch ein unverhoffter Zwischenfall. Ausgerechnet Elijah hat beide Frauen bei der Staatsbehörde gemeldet, aufgrund von auffälligem Verhalten und verdächtigen Auftretens. Man erkennt eindeutig, dass auch eine gewisse Form von Eifersucht bei seiner heimtückischen Handlung mitschwingt.

Die zwei Aktivistinnen werden innerhalb der Forschungseinrichtung sofort verhaftet und in ein Verhörzimmer gebracht. Dort versuchen die Beamten ein Geständnis aus ihnen heraus zu bekommen, doch beide Frauen bleiben standhaft. Die Nacht müssen sie daraufhin in kleinen Einzelzellen verbringen, welche glücklicherweise direkt nebeneinander liegen. Sie erzählen sich gegenseitig von ihrer Kindheit, wobei herauskommt, dass Juno im Alter von fünf Jahren dem großen Adam begegnet ist. Damals war es eine zufällige Begegnung, die sie jedoch bis ins erwachsene Alter sehr geprägt hat. Ava ist hingerissen von der Verbundenheit, die beide Frauen füreinander spüren, und vergisst für eine Sekunde, wo sie sich gerade befinden.

In diesem Moment hören sie ein merkwürdiges Geräusch, was die nächtliche Stille durchbricht. Kurz darauf schwingen die mechanischen Türen ihrer Einzelzellen auf, und ein unbekannter Mann erscheint: Kilian. Er erklärt, dass er als ein weiterer Anhänger von „The Seed“ gekommen ist, um sie zu befreien. Schnell machen sich alle drei auf den Weg und schleichen sich aus der Anstalt heraus. Da sie nun im Fokus der Justiz stehen bleibt ihnen keine Zeit mehr zu warten: Sie müssen die Mission noch heute Nacht zu Ende bringen – koste es, was es wolle. Sie überwältigen den nichtsahnenden Elijah als Rache für seinen Verrat und zwingen ihn, sie bis zum Raum der Zeitmaschine zu führen.

Währenddessen ist ihr Ausbruch aufgeflogen, die Sondereinheit für Staatsschutz ist ihnen dicht auf den Fersen. In einem tödlichen Schussfeuer kommt ihr neu gewonnener Freund Kilian ums Leben. Ava und Juno schaffen es aber gerade noch die Tür zum Zeitmaschinen-Raum hinter sich zu schließen. Dort merkt Juno, dass auch Ava schwer getroffen ist und viel Blut verliert. Sie bricht in Tränen aus und versucht die Blutung zu stillen. Ava bittet sie jedoch mit letzter Kraft ihre Mission durchzuführen, um die Menschheit vor den fatalen Folgen der Urbanisierung zu retten. Durch hämmernde Laute an der Tür werden sie unterbrochen, und Juno vollbringt in tiefer Trauer das, was sie ihrer sterbenden Freundin versprochen hat. Sie sendet das letzte Manifest – das 6. Manifest – durch die Zeitmaschine in die Vergangenheit, in der Hoffnung, alles Geschehene, jede Mühe und jedes Blut seien nicht umsonst gewesen. Kurz darauf stellt sie sich den eindringenden Soldaten und wird verhaftet. In der letzten Szene im Film sieht man, wie Juno zum Tode verurteilt wird aufgrund von Staatsverrat und ihrem feindlichen Anschlag. Ihre letzten Sätze sind:

„Seht euch an, was aus unserem Leben geworden ist. Habt ihr jemals einen Vogel frei fliegen sehen oder die Erde einer Pflanze unter euren Fingern gespürt?“

„The Seed“

Designprozesse I
Menü