Eine Kurzgeschichte von Inken Lewandowski

Wir schreiben das Jahr 2220. Es herrscht seit Jahrzehnten ein System-Crash. Die Menschen sind ununterbrochen im permanenten Krisenmodus und fürchten eine erneute Pandemie. Die Angst bestimmt das Leben jedes Einzelnen. Der berufliche und private Alltag hat sich verändert. Eine Entschleunigung fand statt, aber die damit einhergehende Einsamkeit beherrscht das Leben vieler Menschen. Menschen, die vorher schon allein waren, sind es jetzt noch mehr. Menschen, die vorher den sozialen Kontakt genossen haben, leben heute unglücklich oder sie beschäftigen sich intensiver mit Dingen, mit denen sie sich schon immer beschäftigen wollten, aber es erfüllt sie nicht mehr. Meine Zeit ist noch lange nicht gekommen, ich werde noch viele hunderte Jahre in diesem wunderschönen Garten stehen und miterleben, was die Welt aus den Menschen und was der Mensch mit der Welt macht. Und ich bin neugierig, was noch kommen wird.

 

Diese Geschichte zeigt die Welt im Jahr 2220 aus der Sicht eines Mammutbaumes. Da viele Aussagen auf Hypothesen und mathematischen Modellen beruhen, deren Richtigkeit nicht geprüft werden kann, sind sie als nicht valide zu bezeichnen. Alle Annahmen und Spekulationen sind dabei frei erfunden, basieren aber auf Erkenntnissen von Wissenschaftlern und Zukunftsforschern.

Zweitausend Zweihundert Zwanzig

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